Interview mit Manfred Lanz

„Gemeinsam Gemeinden bauen“

Neue Initiative des BFP; Christian Häring im Gespräch mit Manfred Lanz vom Gemeindegründungswerk (GGW)

Manfred, wie kam es zu dieser neuen Initiative im BFP?

Seit ca. einem Jahr haben sich Vertreter des Vorstands, der neuen Bundesländer und des GGW immer wieder getroffen, um gemeinsam zu überlegen, wie man Gemeindeaufbau in Ostdeutschland stärker unterstützen kann. Aus diesen Gesprächen und Überlegungen ist eine Konzeption entstanden, die das Motto trägt: „Gemeinsam Gemeinden bauen“. Diese Konzeption wurde im Vorstand und Präsidium eingehend beraten und einstimmig verabschiedet.

Welche Vision steht hinter dieser Initiative?

Es geht um gesunde, blühende und sich multiplizierende Gemeinden in den neuen Bundesländern. Hier gibt es noch ganze Landstriche ohne eine lebendige Gemeinde, aber auch die bestehenden Gemeinden und Gemeindegründungen sind oft zu schwach, um auf eigenen Füßen zu stehen und den Auftrag Jesu ausführen zu können. Wir sind zu der Überzeugung gekommen: Gemeindeaufbau in Ostdeutschland braucht eine verstärkte Bündelung der Kräfte – sei es im Gebet, in der geistlichen Leidenschaft und im Glauben, oder auch in der partnerschaftlichen Vernetzung von Gemeinden, Diensten und Gaben.

Wie wollt ihr zur Umsetzung der Vision vorgehen?

Im Laufe der Gespräche wurde uns sehr schnell deutlich, dass es nicht nur darum geht, neue Gemeinden zu gründen, sondern auch darum, die bestehenden Gemeinden zu stärken. Dazu bedarf es z. B. der weiteren Ausbildung, Beratung und Begleitung von Leitern und Mitarbeitern in bestehenden Gemeinden, der Schulung und Begleitung von Gemeindegründern und Gemeindegründungsteams, der Sendung von Personen zur Unterstützung der Arbeit vor Ort und der Vernetzung von Gemeinden in Ost und West.

Welches sind die nächsten Schritte?

  1. Zunächst wird die Initiative im ganzen Bund bekannt gemacht. Über eine Website  www.gemeinsamgemeindenbauen.de kann jeder die aktuellen Entwicklungen verfolgen. 
  2. Ein Initiativteam – bestehend aus den Netzwerkleitern im Osten, Vertretern des GGW und dem Bundessekretär – wurde beauftragt, die weiteren Schritte der Umsetzung zu koordinieren und voranzubringen.
  3. In jedem der neuen Bundesländer ist ein regionales Netzwerk im Aufbau. In diesen Netzwerken arbeiten Menschen zusammen, die eine besondere Bürde für Gemeindeaufbau und Gemeindegründung in ihrem jeweiligen Bundesland haben.
  4. Es werden Partner gesucht – Einzelpersonen, Gemeinden, Werke – die in irgendeiner Form bereit sind, Gemeindeaufbau in Ostdeutschland zu unterstützen.
  5. Es wurde eine Koordinationsstelle eingerichtet als Schnittstelle für alle Beteiligte und Interessierte, an die sich jeder wenden kann, um weitere Informationen zu bekommen:  koordination.ost@bfp.de

Welchen Beitrag können Gemeinden des BFP leisten, um dieses Projekt zu unterstützen?

Wir träumen davon, dass jede Gemeinde in unserem Bund auf irgendeine Art und Weise bei dieser Initiative beteiligt ist. Die Möglichkeiten der Unterstützung sind vielfältig:  Gebetspatenschaften, Finanzen für konkrete Personen und Projekte, evangelistische Einsätze, Bauteams, Freizeiten, kurz- und langfristige Mitarbeit vor Ort u.v.a.m. Wir sind dabei, Projektbeschreibungen für jede Gemeindeaufbau- und Gemeindegründungsarbeit im Osten zusammenzustellen, die den Bedarf und die Möglichkeiten der Unterstützung beschreiben. Diese Projektbeschreibungen können im Laufe der nächsten Monate über das Koordinationsbüro angefordert oder von der Website heruntergeladen werden.

Was bedeutet Dir persönlich dieses Projekt?

Für mich geht ein Stück Traum in Erfüllung. Wir bündeln die vorhandenen Kräfte im BFP in Richtung Gemeindeaufbau im Osten und konzentrieren uns auf unser Kernanliegen: Bestehende Gemeinde zu stärken und neuen Gemeinde zu gründen.
Persönlich empfinde ich es als Vorrecht und Verpflichtung zugleich, hier mitarbeiten zu dürfen, um noch viele Menschen in Ostdeutschland mit der Liebe Gottes zu erreichen.

Vielen Dank für das Gespräch!